Dichtheitsprüfung u. Funktionsprüfung Kanal Abwasser Leitungen in Köln, Pulheim, Bergheim und dem gesamten Rhein-Erft-Kreis  nach der SüwVO Abw NRW (Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlage)

Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 EISENHUTH Rohr-Kanal-Technik

Zustands- und Funktionsprüfung Dichtheitsprüfung Abwasserleitungen

Wir bieten Ihnen die Dichtheitsprüfung Funktionsprüfung Ihrer Abwasseranlage gemäß den gesetzlichen Vorgaben an. Wir besitzen die erforderliche Sachkunde zur Durchführung von Dichtheit- und Funktionsprüfung in Köln und anderen Städten in NRW an Abwassertechnischen Grundstücksentwässerungsanlagen.

 

 

Aus der aktuell gültigen Selbstüberwachungsverordnung Abwasser - SüwVO Abw vom 15.07.2020, die am 13.08.2020 in Kraft getreten ist, ergibt sich:

 

Alle Grundstückseigentümer müssen ihre privaten Abwasserleitungen, die Schmutz- und Mischwasser sammeln, nachdem diese neu verlegt wurden oder nachdem wesentliche Änderungen an bestehenden Leitungen vorgenommen wurden, durch einen Sachkundigen auf den Zustand und die Funktionsfähigkeit prüfen lassen. Anwendung findet hier die DIN EN 1610 mit deren Prüfkriterien. 

 

Fristen sind für die erstmalige Funktionsprüfung bereits bestehender privater Abwasserleitungen festgelegt worden. Innerhalb welcher Fristen eine Funktionsprüfung erforderlich ist, regelt der Absatz 2 des § 8 SüwVO Abw:

 

Bis zum 31.12.2015 musste eine Funktionsprüfung durchgeführt werden, wenn die Abwasserleitungen in einer Wasserschutzzone liegen und

 

• vor dem 01.01.1965 verlegt wurden oder

 

• zur Fortleitung von industriellem oder gewerblichem Abwasser dienen und vor dem 01.01.1990 erstellt wurden.

 

Weitere Informationen und den NRW-Bildreferenzkatalog Private Abwasserleitungen erhalten Sie auch auf der Seite des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW.

 

Außerhalb von Wasserschutzgebieten sind bestehende Abwasserleitungen, die der Fortleitung von industriellem oder gewerblichem Abwasser dienen, für welches Anforderungen in einem Anhang der Abwasserverordnung festgelegt sind, erstmals bis spätestens 31.12.2020 zu prüfen.

 

Verfahrensablauf 
Eine Dichtheitsprüfung findet normalerweise in drei Schritten statt:

  1. Reinigung
  2. TV-Inspektion
  3. Dichtheitsprüfung mit Wasser/Luft

1. Rohrreinigung

Bevor eine TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung durchgeführt werden kann, müssen Leitungen und Schächte gründlich gereinigt werden. Verfestigte oder Lose Ablagerungen und ausgehärtetes Fett können die Sicht der Kamera behindern und dazu führen, dass Schäden nicht erkannt oder falsch eingeschätzt werden. Unter Umständen kommt die Kamera durch die Ablagerungen nicht weiter und die TV-Inspektion muss abgebrochen werden. Als Reinigungsmethode kommt die Hochdruckspülung zum Einsatz. Wir dosieren den Druck so, dass es zu keinen Schäden an den Leitungen kommt. Bei diesem Vorgehen wird eine Düse an einem Schlauch durch die Leitungen gezogen. Der Wasserstrahl löst Ablagerungen von der Rohrwandung. Diese werden von dem ablaufenden Wasser abgeschwemmt. Üblicherweise muss dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden. Gespült wird in der Regel vom Einsteigschacht oder den Inspektionsöffnungen aus. Da die Rohreinigung unmittelbar vor der TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung stattfinden muss, sollten die Arbeiten genau aufeinander abgestimmt sein.

2. TV-Inspektion

Nach der Rohreinigung des Leitungsnetzes kann die TV-Inspektion der Abwasseranlage erfolgen. Mittels einer speziellen TV-Kamera werden Leitungen und Schächte auf eventuelle Schäden untersucht. Zugleich kann eine Überprüfung des Leitungsverlaufs erfolgen, wenn darüber keine detaillierten Informationen vorliegen. Die TV-Inspektion dient u.a. dazu, die Leitungslängen und die Nennweiten zu bestimmen. Diese Daten werden für die Ermittlung der Grenzwerte bei der Dichtheitsprüfung benötigt. Schon dieser Arbeitsschritt liefert unter Umständen stichhaltige Anhaltspunkte zur Undichtigkeit einer Abwasseranlage. Sollte die TV-Inspektion Schäden wie Risse, Rohrbrüche, eindringendes Bodenmaterial oder Infiltration ans Tageslicht fördern, ist die Sanierung der Abwasseranlage unumgänglich. Eine Dichtheitsprüfung wäre in diesem Fall überflüssig, da schon durch die TV-Inspektion eine Undichtheit festgestellt wurde. In diesem Fall wird erst nach der Sanierung der Abwasseranlage die Dichtheitsprüfung als abschließender Check durchgeführt.

3.1 Dichtheitsprüfung mit Wasser

Abwasseranlagen von Altbauten werden in der Regel mit Wasser auf ihre Dichtheit geprüft. Im Gegensatz zur Luftprüfung bietet der Check mit Wasser den Vorteil, dass gleich ein Urteil über den Grad der Undichtheit abgeben werden kann, wenn Mängel festgestellt werden. Diese Information ist wichtig für die Wahl der Sanierungsverfahren. Zwei Methoden werden eingesetzt:

  • Wasserfüllstandsprüfung
  • Wasserdruckprüfung

Bei der Wasserfüllstandsprüfung sperren wir die Grundleitung mit einer Blase ab. Die Leitung wird anschließend bis zur Oberkante des tiefsten Entwässerungsgegenstandes, z.B. einem Bodenablauf oder bis zur Unterkante der Reinigungsöffnung in der Fallleitung mit Wasser aufgefüllt. Sinkt der Wasserstand z.B. im Bodenablauf ab, ist die Leitung nicht dicht. Wobei gewisse Wasserverluste erlaubt sind. Der Sachkundige füllt den Bodenablauf bis zum Ende der Prüfzeit immer wieder auf und misst die zugegebene Wassermenge. Wenn mehr Wasser als erlaubt zugegeben werden muss, ist die Dichtheitsprüfung nicht bestanden. Hausbesitzer können bei dieser Überprüfung durch die Beobachtung des Wasserspiegels selbst Anhaltspunkte über die Dichtheit ihrer Leitungen erhalten. Als Alternative kommt die Wasserdruckprüfung zum Einsatz, bei der ein geringer Überdruck (50 Zentimeter über dem Rohrscheitel) aufgebaut wird. Bei Neubauten und Abwasseranlagen in den Wasserschutzzonen I und II gelten höhere Anforderungen an die Prüfungen, z.B. an die Prüfzeit.
Die Prüfkriterien können unter DIN 1986-30:2003-02 (Altbauten) und in DIN EN 1610:1997-10 (Neubauten, Gebäude in Wasserschutzzone I und II) nachgelesen werden.

3.2 Dichtheitsprüfung mit Luft

Die Luftprüfung kommt in erster Linie bei Neubauten zum Einsatz, da dort gute Absperrmöglichkeiten im Leitungsnetz vorhanden sind – ältere Gebäude bieten diese häufig nicht. Hierbei werden die Abwasserleitungen an allen Einleitungsstellen abgedichtet und mit Luftdruck beaufschlagt. Im Gegensatz zur Prüfung mit Wasser beansprucht der Check mit Luft viel weniger Zeit. Wir ermitteln u.a. in Abhängigkeit des Rohrdurchmessers die Prüfzeit und den zulässigen Druckverlust. Wenn der Druckverlust in einem bestimmten Zeitraum unterhalb des zulässigen Werts bleibt, ist das Grundleitungsnetz dicht. Weitere Informationen zu den Prüfkriterien sind in DIN EN 1610 1997-10 und im ATV-DVWK M143 Teil 6 nachzulesen. 

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